Die Tage in der Nekopole, welche in der nähe von Tyr’s Hand schwebte, wurde eintönig. Ner’zog der sich den Körper von Càel bemächtigte und dessen Seele mit vorliebe quälte, trieb den Körper zu höchstleitungen an. Càel’s Körper war noch kräftiger geworden und dort wo damals nur schwächliche Magie vorhanden war, war nun die Macht der Schatten und Krankheiten vorhanden und diese waren stark!
Irgendwann, Càel hatte jedwediges Zeitgefühl verloren, wurde Ner’zog unterhalb der Zitadelle befohlen. Vorher sollte er aber noch eine neue Rüstung erhalten und das Runen graviren lernen, was auch immer das zu bedeuten hat.
Im oberen Teil der Nekopole bekam er nun eine Rüstung die stärker gepanzert war, jedoch war sie beweglicher. Auch ein prächtiges Schwert bekam Càel nun. Es war fein gemustert und sehr gut gearbeitet. Dann bekam er noch eine Art Stift. Mit dem Stift lernte er nun verschiedene Runen in das Schwert einzuarbeiten, diese Runen bewirkten das sich das Schwert besser führen lies oder schärfer werden, eine Rune brachte sogar einen Rötlichen Feuerschein auf die Waffe die, die Gegener verbrennen würden.
Nachdem Ner’zog im beiwohnen von Càel alles gelernt hatte, mussten die beiden unterhalb der Nekopole. Dort würden sie neue Befehle und weitere Ausbildung erhalten. Càel hatte mitbekommen das “er” da war, Arthas…
Unten angekommen nahmen Guhle sie im Empfang und führten Ner’zog zu Arthas. Càel tobte und wollte den Lichkönig töten, aber seine Hilflosigkeit machte ihn nahezu wahnsinnig. Ner’zog erfreute sich wiederum an Càel’s Wut und Leid.
Saronit war nicht vorhanden in den östlichen Königreichen und deshalb bestand Ner’zog’s erster Auftag auch darin Saronitpfeile von den Leichen der Gefallenen und dem Boden aufzusammeln. Auf einem Feld vor der Stellung der Geißel steckten viele in Menschen oder in der feuchten Erde. Der Auftrag war kein großes Problem, Ner’zog war bereits stark und die wenigen Menschen die sich noch wehrten starben schnell oder wenn Zeit war auch gerne qualvoll.
Aber auch die Ausbildung ging weiter. In einer Höhle die etwas östlich von Ihnen lag, arbeiten Menschen um Erze für Ihren Kreuzug zu gewinnen. Dort sollte Ner’zog und Càel die Nekromantie erlernen!
Sie begaben sich zu der Höhle und ein einzelner Mienenarbeiter stellte sich Ner’zog in den Weg. Wieder erhob er die Hand und der Mienenarbeiter übergab sich und fliel krampfend um. Dann starb er und Ner’zog machte sich an sein Werk, ein paar gemurmelte Worte und der Körper des Mienenarbeiters stand wieder auf. Aber nicht um sich erneut zu wehren, nein, er war nun ein Guhl. Dumm, Gefühlslos und nicht von Dauer. Denn eines beherrschten sie noch nicht, einen dauerhaften toten Diener!
Der nächste Auftrag war die Beschaffung eines Reittieres. Sie sollten zu einem Bauernhof wo einige Pferde grasten. Angekommen dort freute sich Càel, denn Tiere mochte er schon immer unheimlich gerne. Nun war Ner’zog an einem Pferd und führte es zurück zu dem Posten unterhalb der Nekopole. Ein Stallmeister der Geißel gab dem Tier etwas zu trinken. Als das Getränk von dem Tier aufgetrunken war, flammten dessen Augen auf einmal auf. Ner’zog berührte das Tier und es schien so als hörte Càel das Pferd sprechen. In Büchern hatte Càel gelesen das Todesritter sich mit einem Pferd binden können, keine Verbindung ist dann so stark wie diese.
Nach einigen Tagen hatte Ner’zog und Càel die Nekromantie perfektioniert und die Guhle waren nun von Dauer. Auch die Verteidigungslinie von den Menschen war zerbrochen und die Geißel stand nun direkt vor der äußeren Mauer von Tyr`s Hand. Die Menschen wehrten sich, hatten aber keine Chance. Càel schossen immer wieder Bilder von dem Angriff auf Silbermond vor, aber das seltsame war es bedrückte ihn nicht so sehr wie es noch vor ein paar Wochen war. Ist er nun wirklich so abgestumpft?
Hunterte schreiende Menschen wurden einfach so getötet! Dabei war es egal ob es sich um Ritter, Alte, Kranke, Weiber oder kleine Kinder handelte. Bei Kindern freuten sich die meisten wenn sie getötet werden konnten, am besten vor den Augen der Eltern die zuerst an dem Anblick zerbrachen, nur um dann im Anschluß selbst den Tot zu finden. Càel schrie wieder innerlich und wollte den Blick abwenden, aber das gestattete ihm Ner’zog nicht!
Tage später war Tyr’s Hand in Schutt und Asche, die Innernen Mauern waren stark beschädigt und würden die Geißes nicht mehr lange aufhalten. Die, die noch laufen konnten flohen zu den Schiffen um sich und ihre Lieben noch zu retten. Überall lagen Tote, einige der Geißel, viele der Menschen.
Eine letzte Bastion der Menschen war nun noch die Kapelle des Lichtes, darauf war das Auge Arthas ausgerichtet und befahl einen großen Teil seiner Truppen genau diese anzugreifen. Nordwestlich war ein Durchgang, von dort soll nun alles Angreifen.
Angekommen an der Kapelle des Lichtes standen nun die letzten dreihundert Verteidiger um sich gegen tausende der Geißel zu wehren. Ner’zog lachte und freute sich auf den Kampf, Càel hingegen wollte es nicht, war sich aber im klaren das er nichts dagegen machen kann.
Der Angriff begann und es war ein Gemezel! Menschen starben, nur um kurz danach als Guhl wieder aufzuerstehen. Aber auch viele der Geißel starben. Nun war es soweit! Die letzten Verteidiger standen in reih und glied um das letzte Gefecht auzutragen. Hochlord Darion Morgaine, der die Geißel anführte rief nun zum halt an und wollte gerade Hochlord Tirion Fondring, Anführer der Verteidiger anrufen, als mit einem mal ein heller Lichtschein zwischen den beiden Parteien erschien. Hochlord Darion Morganie verhielt sich nun auf einmal anders.
“Ihr könnt nich gewinnen, Darion!” schrie Hochlord Tirion Fordring.
“GEHORCHE MIR, KLINGE!” antwortete Hochlord Darion Mograine.
Orbaz Blutbann floh.
“Bringt sie zur Kapelle!” rief Hochlord Tirion Fordring.
Hochlord Darion Mograine kniete geschlagen vor Tirion Fordring.
Hochlord Darion Mograine sagte “Gebt den Kampf auf, Todesritter. Wir haben verloren. Das Licht… Dieser Ort… Keine Hoffnung.”
Hochlord Tirion Fordring sprach “Habt ihr nichts gelernt, Junge? Ihr seid zu all dem geworden, was Euer Vater immer bekämpft hat! Wie dieser Feigling Arthas, habt ihr zugelassen, dass Dunkelheit und Hass euch verschlingen. Ihr labt euch am Elend derjenigen, die ihr gefoltert und getötet habt! Euer Meister weiß, was unterhalb der Kapelle liegt. Deshalb wagt er es nicht, sein Gesicht zu zeigen. Er hat euch und eure Todesritter in den Untergang geschickt, Darion. Was ihr jetzt fühlt, sind die Qualen von tausend verlorenen Seeln! Seelen, die ihr und euer Meister hierherbrachten! Das Licht wird euch zerreißen, Darion!”
Hochlord Darion Mograine antwortete “Spart euch die Worte, alter Mann. Es könnten eure letzten sein.”
Hochlord Alexandros Mograine erschien plötzlich und sagte ”Mein Sohn! Mein lieber, werter Junge!”
Erschrocken reagierte Hochlord Darion Mograine und sagte “Vater! Ahhh… was … ist …”
Darion Mograine war erleichtert ”Vater, ihr seid zurückgekehrt!”
Darion Mograine umarmt seinen Vater.
Darion Mograine sagte “Ihr wart lange fort, Vater. Ich habe gedacht…”
Hochlord Alexandros Mograine sprach ”Nichts hätte mich davon abhalten können herzukommen, Darion. Zu meinem Heim und meiner Familie.”
Darion Mograine antwortete “Vater, ich möchte euch im Kampf gegen die Untoten beistehen. Ich will kämpfen! Ich kann nicht länger untätig herumsitzen!”
Hochlord Alexandros Mograine sagte “Darion Mograine, du bist kaum alt genug, ein Schwert zu halten, geschweige denn die untoten Horden von Lordaeron zu bekämpfen! Ich könnte es nicht ertragen, dich zu verlieren. Allein der Gedanke daran…”
Darion Mograine sprach mit voller Überzeugung ”Wenn ich sterbe, Vater, dann tue ich dies aufrecht und standhaft, die untoten Legionen herausfordernd! Wenn ich sterbe, so lasst mich gemeinsam mit euch sterben!”
Ruhig antwortete Hochlord Alexandros Mograine “Mein Sohn, der Tag wird kommen, an dem du Aschenbringer führen und mit ihm für Gerechtigkeit im Land sorgen wirst. Ich zweifle nicht daran, dass du an diesem Tag unser Volk mit Stolz erfüllen wirst und dass dank dir Lordaeron zu einem besseren Ort wird. Aber, mein Sohn, noch ist dieser Tag nicht gekommen. Denke stehts daran …”
Auf einmal rief der Lichkönig ”Rührend…” und dann ruhiger und bedrohlicher “Er gehört jetzt mir…”
Hochlord Darion Mograine schrie “Ihr … habt mich betrogen. Ihr habt uns alle betrogen, Monster! Nun spürt die Macht von Mograine!”
Verächtlich sprach der Lichkönig “Erbärmlich…”
Es meldete sich wieder Hochlord Tirion Fordring “Ihr seid ein verdammtes Monster, Arthas!”
Kalt sprach der Lichkönig ”Ihr hattet Recht, Fordring. Ich habe sie in den Tod geschickt. Ihre Leben waren wertlos. Eures hingegen… Wie leicht es war, den großen Tirion Fordring aus dem Versteck zu locken. Nun seid ihr schutzlos, Paladin. Nichts wird Euch retten…”
Hochlord Tirion Fordring schnappt nach Luft.
Auf einmal regte sich Lord Maxwell Tyrosus und rief ”Zum Angriff!”
Der Lichkönig schrie “APOKALYPSE!”
Hochlord Darion Mograine antwortete “Dieser Tag ist nicht heute…”
Hochlord Darion Mograine schrief verzweifelt ”Tirion!”
Hochlord Darion Mograine bricht zusammen.
Hochlord Tirion Fordring brüllte “ARTHAS!!!!”
Der Lichkönig rief verdutzt ”Was soll das?”
Hochlord Tirion Fordring brüllte zurück ”Euer Ende.”
Der Lichkönig antwortete schreiend “Unmöglich… Es… ist nicht… vorbei… Unser nächstes Treffen wird nicht auf heiligem Boden stattfinden, Paladin.”
Der Lichkönig zog sich zurück, da er nun geschlagen schien und Hochlord Darion Mogranine nicht mehr unter seiner Kontrolle war. Auch Càel und die anderen Todesritter erlebten seltsames. Das Wesen Ner’zog schrie! Es schrie aber nicht aus freude, nein! Es schrie als wenn es Schmerzen habe!
Hochlord Tirion Fordring sprach “Erhebt euch, Darion, und hört mir zu… Wir sind alle Zeugen einer schrecklichen Tragödie geworden. Das Blut guter Krieger ist auf diesem Boden vergossen worden. Ehrenhaft Ritter, erschlagen, während sie ihr Leben verteidigten… unsere Leben! Auch wenn wir dies niemals vergessen werden können, so müssen wir in unserer Sache standhaft bleiben! Der Lichkönig muss für das, was er getan hat, zur Rechenschaft gezogen werden. Er darf unserer Welt keinen weiteren Schaden zufügen! Ich gebe euch jetzt ein Versprechen, Brüder und Schwestern: Der Lichkönig wird fallen! Heute fordere ich die Gründung eines Bunds. Die Argentumdämmerung und der Orden der Silbernen Hand werden zusammenstehen! Wir werden obsiegen, wo so viele vor uns versagt haben! Wir werden Arthas bekämpfen und wir werden die Mauern von Eiskrone niederreißen!”
Hochlord Tirion Fordring schrie dem Lichkönig hinterher ”Der Argentumkreuzzug kommt, Euch zu holen, Arthas!”
Hochlord Darion Mograine sagte erschöpft von der Befreiung ”Ebenso die Ritter der Schwarzen Klinge… Obwohl unsere Art keinen Platz in Eurer Welt hat, werden wir dafür kämpfen, den Lichkönig zu Fall zu bringen. Das schwöre ich!”
Ner’zog schrie, aber er wurde immer leiser. Càel’s Körper übergab sich und brach dann zusammen. Glücklicherweise rollte Càel neben sein Erbrochenen.
Zu schwach um aufzustehen lag Càel nun mit Blick auf die Kapelle des Lichtes auf der Seite. Ner’zog war still, er war verschwunden! Càel begriff nicht was war! Sein Körper gehorchte ihm wieder, nach Monaten der Verdammnis und gezwungen zum zuschauen hatte er endlich wieder die Kontrolle.
Nach ein paar Minuten stemmte sich Càel auf allen Vieren. Es war ungewohnt nach so einer langen Zeit wieder seinen eigenen Körper zu benutzen, die schwere Plattenrüstung tat ihr übriges.
Hochlord Darion Mograine half vielen Todesritter, auch Càel griff er unter die Arme. Als alle Todesritter standen, waren überalle erleichterte und glückliche, teils lachende Gesichter zu sehen. Kaum einer stand stabil auf seinen eigenen Beinen, aber sie waren allesamt glücklich das sie, sie selbst wieder unter Kontrolle hatten. Hochlord Darion Mograine sagte dann noch zu allen das nun Archerus – Die schwarze Festung, nun der Zufluchtsort der befreiten Todesritter sei.
Càel selber hatte nur ein Ziel: Silbermond! Denn dort war seine Familie.
Aber wie sollte er dort hinkommen? Zur Not würde er auf allen Vieren hinkriechen, soviel war ihm klar…