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Càel
Kapitel 12 - Lalita Silberhorn

Nachdem Càel in Donnerfels  ankam war er erst einmal beeindruckt.  Große Tauren mit mächtigen Hörnern  und gewaltigen Waffen die in luftiger Höhe  ihrem Tagewerk nachgingen  sah man nicht allzu oft wenn man aus Silbermond  stammt. ln dem großen Totempfahl wo sich der Flugmeister  befand hatte man einen grandiosen Überblick  über Donnerfels.

Eine Wache wies Càel den Weg  in das nächste Gasthaus, interessant war auch das die Tauren weniger Vorurteile gegenüber  einem Todesritter hatten. Kaum einer beachtete ihn oder verzog  das Gesicht wenn er an ihm vorbeiging.  ln Ogrimmar  oder Silbermond  war das ganz anderes. Ständige Blicke  und teilweise böse Worte waren dort nichts Seltenes. Daher beschloss  Càel auch das er ein paar Tage länger bleiben wollte.

Nach einem kurzen Marsch  kam er bei dem Gasthaus an. Der Gastwirt wollte ein paar Silberstücke  für die nächsten Tage habe. Auch der Gastwirt  hatte keine Vorurteile  ihm gegenüber und wies ihm sein Zimmer oder besser gesagt  sein Bett zu.

Da er schon seit Stunden unterwegs war und recht müde war, legte er sich gleich ins Bett.  Allerdings konnte er nicht einfach  einschlafen, dazu hatte er zu viel an diesem Tag erlebt. Das war sicherlich einer der Nachteile wenn man nur durch Arthas ,,versklavt" worden war und nicht wie einige andere  der Todesritter die direkt  von den Toten wiedererweckt  worden waren, denn diese brauchte  gar kein Schlaf. Càel hingegen  bekam Ner'zog  eine Dämonische Präsents die sich in seinen Gedanken breit machte, ihn  im Geiste quälte und seinen Körper  kontrollierte. Es war  für die Geisel  einfacher  die lebenden  Körper zu ,,besetzen",  denn viele der Gefallenen  die dann wiedererweckten  wurden, hatten Knochenbrüche  oder andere Leiden die durch das Untote dar sein einfach nicht mehr ausheilen konnten.

So lag er nun auf dem einfachen Bett und schaute  aus der Öffnung im ersten Stock, er sah Vögel die miteinander  spielten und einen eigenen Tanz aufführten. Er roch das Gras was hier  in Donnerfels  überall zu finden war und hörte die Tauren  die trotz ihrer gewaltigen Größe verhältnismäßig  leise ihrem tun nachgingen.  Auch hörte er ein paar kleine Taurenkinder die miteinander  spielten und nach den Geräuschen nach zu urteilen  fangen spielten. Ganz in der Ferne hörte er noch einen Schmied  der gleichmäßig seinen Hammer  fallen  ließ um ein Stück Metall  in Form zu bringen. All diese eindrücke ließen Càel in den Schlaf  fallen und er träumte etwas was ihm an nächsten Tag zu denken geben würde.

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Mächtige  Trommeln klangen  in der Ferne und spielen  dabei ihr Lied, ein Lied was die Truppen der Allianz, den Verrätern  das Blut  in den Adern gefrieren ließ. Das Trommeln war  immer zu hören wenn die Horde zum Kampf  rief und die Truppen anfeuerte. Der Kommandant  der Allianzstreitkräfte  rief zur Ordnung,  aber viele der jüngeren Menschen und Gnome  zitterten in ihren Rüstungen. Die wenigen Nachtelfen  die älter waren als sie aussahen und die Zwerge  hatten weniger Angst und blickten  stumm und grimmig  dem Horizont  entgegen.

Bumm, bumm, bum-bum  erklang es rhythmisch  hinter der Kuppe.

Auf der Seite der Horde bellte ein General  der Horde wilde Befehle  und  feuerte seine Krieger an. ,,Heute werden wir der Allianz das fürchten  lehren und schon heute Abend werden wir ihr Blut trinken und die Herzen  fressen!" hörte man  jemanden Rufen.  Das Heer der Horde bestand  aus. Orks die mit dem Takt der Trommeln auf ihre Schilde hämmerten,  die grünen Krieger  sahen wild aus und hatten  teilweise Ziernarben  an den Armen. Der Rest war stark gepanzert.  Trolle die bereits ihre Bögen und Axte bereithielten  standen mit krummen Rücken  und  langen Hauern bereit um zu Kämpfen,  viele hatten Knochen  in einer Kette um den Hals gelegt oder sie trugen Knochen  und Zähne anderer  als Körperschmuck. Untote die alleine  schon mit ihrer Anwesenheit Schrecken  verbreiteten, bereiteten  Gifte und Katapulte  vor. Blutelfen  die in einer sauberen Formation  standen und ausdruckslos ihre Waffen bereithielten  warteten auf den Befehl  loszustürmen und der Allianz den Tod durch Magie und Stahl zu bringen. Die Tauren mit ihren  riesigen Waffen die teilweise große Axte und überdimensionale Schwerter warteten schnaubend auf den Kampf. Einige der Tauren hatte auch die Traditionelle Waffe der Tauren, ein großer Stamm  der mit Stahl bewehrt war. Abseits stand Càel, alleine, in seiner Rüstung  und ein Runenschwert  in der Hand, am Waldesrand, beide Armeen  im Blick. Ein Taure sah ihn und hob die Hand um  ihn heran zu winken. Wie von alleine  schritt Càel auf den Tauren  zu, die Trommeln wurden  lauter und sein Blut kochte mehr und mehr. Die Truppen der Horde machten Platz und Càel stellte sich in reih und Glied, vergessen waren die Vorurteile, vergessen die Abscheu. Hier zählte nur sein Schwert und wie viele Allianzer durch dieses den Tod  finden würden.

Bum-bum,  bum-bum-bum, bum der Takt wurde schneller und  trieb den Blutrausch  in die Adern. Gleich würde der Befehl zum Angriff kommen!

Càel's Hand spannte  sich um den Knauf seines Runenschwertes,  sein Atem ging schwerer,  auf seiner Rüstung  glommen  schwach  einige Runen auf und die Unheilige Magie brodelte  als würde Sie auf ein Ziel warten.

Ein Schrei hallte das Schlachtfeld und der Kriegslärm  brach aus! Kodos, die Reittiere der Tauren setzten  sich mit einer erstaunlicher Beweglichkeit  nach vorne und der Boden bebte unter den Hufen. Orks schrien ihre Kampfschreie und  feuerten andere an. Hinter der Armee der Horde bildete  sich eine Staubwolke und begleitete  sie wie ein gefräßiges Ungeheuer.  Unter den Füßen wurden Fetzen vom Gras nach hinten geschleudert. Dann schossen  die Katapulte  von Silvanas Truppen und brachten  grün, ätzende Flüssigkeit  über die Allianz und einige  schrien ihre Schmerzen hinaus. Die Nachtelfen  schossen Pfeile  in die anstürmende Horde,  brachten  aber nur wenige  zu fall.

Dann trafen die Truppen auf einander...

Knochen  knackten, Blut spritze  und vermengte sich mit dem grünen Gras. Der Boden verwandelte sich von einer grünen Wiese  in ein Blutrotes  Schlammloch. Es stank nach Blut, Angst und Exkrementen. ln Càel's Ohren rauschte  das Blut und seine mattblau  schimmernden Runen auf seiner Rüstung  und Schwert waren bedeckt  von Hautfetzen. Der Kommandant  der Truppe war Kampfunfähig  und Càel rief seinen Kameraden  zu was sie tun sollten, sie hörten! Wenn das Dasein als Todesritter etwas gebracht hatte, dann war es die Fähigkeit  Truppen  zu führen. Allerdings hatte er es nie für möglich gehalten das eine lebende  Seele auf ihn hören würde. Nein, er hatte noch nicht einmal  daran gedacht!

Nach scheinbar endlosen Stunden war der Kampf vorbei und mitten auf dem Schlachtfeld  ergab sich ein Mensch  gerade nur um kurze Zeit später eine Klinge durch sein Oberkörper  gebohrt  zu bekommen. Mit einem schmatzenden Geräusch zog Càel die Klinge aus dem erschlafften Körper. Er schaute  sich um und bemerkte das der Rest der Allianz floh oder  tot auf dem Felde lagen. Er sank auf die Knie und stützte sich schwer atmend  auf sein Schwert.

Nach ein paar Minuten  der Ruhe befestigte  der Todesritter sein Schwert  auf seinem Rücken  und ging zu einem verletzen Ork der am Boden lag und  legte seinen Arm um seinen Hals, damit er ihn stützen konnte. Glücklicherweise  eilte bereits eine junge Priesterin  auf ihn zu und  lachte.... lachte? Wie konnte man jetzt nur lachen?

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Càel wachte auf!

Das Lachen war nicht von einer jungen Priesterin  zu hören, sondern  von kleinen Taurenmädchen die irgendwo außerhalb des Gasthauses  tollten.

Noch ganz verwirrt von den Folgen der Nacht saß er nun auf der Bettkante  und starrte aus der Öffnung  am anderen Ende des Hauses. War es wirklich nur ein Traum? Er war so... so echt! Er entschloss sich nur  leichte Rüstung  zu tragen, soweit man von Plattenrüstung  von ,,leicht" sprechen konnte. Eigentlich bestand  es lediglich darin das er sein Schwert, Helm, Armschienen, Schulterpanzerung und Handschuhe  nicht anzog. Der Brustpanzer,  die Beinpanzerung und der Wappenrock seiner Familie würden ausreichen.  Allerdings waren so seine kurzen Haare zu sehen. Die Spitzen der Haare waren nach der ,,Konvertierung“ weiß geworden, auch seine Augen hatten nicht das leuchtende  grün seiner Rasse, sondern wurden nun durch ein kaltes strahlendes Weißblau ersetzt. Das würde  ihn auf alle Fälle als einen ehemaligen Diener Arthas zu erkennen geben.

Nach einer knappen Mahlzeit ging er nach draußen und genoss die Wärme auf seiner Haut, in Donnerfels wehte ein frischer, aber nicht unangenehmer Wind.

Unweit vom Gasthaus ließ er sich nieder, gleich neben einem kleinen Teich und beobachtete die tollenden Taurenkinder. Sie waren so unbeschwert und frei wie man es als Kind nur sein konnte.

Plötzlich tippte Càel jemand an! Er drehte sich um und schaute einem kleinen Taurenmädchen direkt in die Augen. „Duhu? Bist du einer der toten Soldaten die man in den Geschichten hört?“. Càel musste etwas schmunzeln als er so genannt wurde. Ruhig sprach er um das kleine Mädchen nicht allzu sehr zu erschrecken, denn seit seiner Umwandlung hatte seine Stimme steht’s etwas grollendes. „Ja, ich bin ein Todesritter! Aber nicht tot meine kleine!“. „Aber Papa sagt ihr seid alle tot!“ sprach das Mädchen und zog dabei eine kleine Schnute.  „Hier…“ Càel reichte ihr seine Hand „fass sie an und sag ob du Wärme spürst!“. Das Mädchen nahm die Hand und machte ein erstauntes Gesicht. „Früher  war es so in der Tat was dein Papa sagte, aber vieles hat sich verändert und ich bin froh das ich noch lebe.“ antwortete er.

„Tut dem Mädchen ja nichts an!“ hörte man eine weibliche Stimme und Càel spürte ein Ende des Kampfstabs in seinem Rücken. „Kein Sorge! Ich bin nicht darauf aus irgendjemanden Schmerzen zuzufügen solange sie nicht meine Feinde sind!“ sagte er während er sich umdrehte und unmerklich Unheilge Magien ansammelte. „Dann ist ja gut! Es würde euch auch nicht gut tun!“ sprach sie. Càel betrachtete sie und sah eine Mittelgroße Taurin mit einem harten Blick. Auf ihrem Kopf waren zwei Silbrige Hörne die leicht geschwungen abstanden. Sie hatte eine traditionelle Rüstung an die sie klar als Druide identifizierte und in ihrer Hand befand sich ein reich verzierter Kampfstab.

Càel nickt leicht und sagte: „Darf ich mich vorstellen? Ich bin Càel Sonnenläufer aus dem Hause der Sonnenläufer und ehemaliger Diener Arthas der nun nach sich und seiner Bestimmung sucht. „. Abschätzig schaute die Taurin ihn an bevor sie antwortete. „Ich bin Lalita Silberhorn, Druidin des Cenarius!“ sagte sie schließlich knapp und verwies mit der Hand auf den Platz wo Càel zuvor gesessen hat und die Fragen des kleinen Mädchens beantwortet hatte.

Sie setzte sich neben ihm und Sie fingen sich an zu unterhalten. Dabei stellte sich heraus das die beiden scheinbar nach etwas suchten und nach einigen Stunden als die Sonne bereits am untergehen war erzählte Càel von seinem eigenartigen Traum und Lalita hörte dem aufmerksam zu…

 
Kapitel 11 – Ankunft in Ogrimmar

Glücklicherweise brauchte Càel nicht lange einen Magier zu finden, denn schon am fuße der Treppe fand er seine Mutter. In aller eile erzählte er seine Erlebnisse und das er nach Ogrimmar müsse.

Sur war alles andere als glücklich. Orcs… sie konnte sich noch immer nicht mit denen anfreunden. Jedoch bestand Sie darauf das Càel, wenn er schon in das Herz der Horde müsse, ein Wams des Hauses Sonnenläufer tragen sollte!

Bei sich im Haus angekommen suchte Sie den Wams so gleich herraus und übergab ihn ihrem Sohn.

“Zieh ihn an und trage ihn mit Stolz! Es werden viele dich… nicht so aktzeptieren…” sagte Sie.

“Mutter, das ist mir bewusst. Jedoch brauche ich nur die Akzeptanz des Kriegshäuptlings und nicht der Horde! Ich bin eben das was ich nun bin und mein Herz gehört Silbermond und denen die mir nahe stehen. Die anderen sind mir egal!” sagte Càel fast ausdruckslos, was Sur erschreckte.

Kurze Zeit später wurde ein Portal nach Ogrimmar erschaffen und Sur blicke den verschwinden Sohn hinterher.

Càel erschien im Tal der Geister. Oben auf der hölzernen Plattform orientierte sich der Todesritter erst einmal. In der Ferne zeichnete sich unübersichtlich die Halle des Kriegshäuptlings ab, ganz genau wie ihm es berichtet wurde. Also ging er die Treppe hinab und er traf auf eine Troll-Wache.

“Wer ihr sein denn?” sprach der Troll und erhob seinen Kampfstab. Càel betrachtete den Troll kaum und sprach: “Ich bin im Auftrag Silbermonds hier, mein Wappen zeichnet mich aus und nun bringt mich zu Thrall!”. “Du bist ein Todesritter Geiseldiener! Ich dich besser töten!” fletschte der Troll hervor. Nun sah ihn Càel ihn an: “Bringt mich zu Thrall! Ich will kein Blutvergießen”.

Das ging noch so hin und her. Eine Orcwache kam hinzu und nach weiterem Waffenklirren führten die beiden Wachen Càel wieder willig zu Thrall.

Vor Thrall kniete der Todesritter nieder und übergab ihm das Schreiben Silbermonds. “Kriegshäuptling! Die Geisel tat mir dies an und ich sehne mich nach Vergeltung. Nehmt meine Kraft und meine Schwert und führt es gehen Arthas und seine Schergen. Mein Schwert und meine neue Macht soll die deinigen im Kampfe beschützen und den endgültigen Tod über deine Feinde bringen!” sprach Càel mit der Hand an der Brust gelegt.

“Unsere Feinde!” donnerte Thrall. “Ich nehme dein Angebot an!”

“Danke!” entgegnete der Ritter des Todes nur knapp.

“Begebt euch aber vorher nach Donnerfels, die Tauren sind die friedlichsten unter uns. Sie werden euch helfen ein anderes Ziel als Hass zu finden! Im Kampf werdet ihr die Ruhe und einen klaren Kopf gebrauchen.”

Mit einem militärischen Gruß verabschiedeten die beiden sich von einander und Càel suchte den nächsten Windreitmeister nach Donnerfels auf.

Windreitmeister… Càel konnte sich noch immer nicht an den Gedanken gewöhnen das er nun ein Teil der Horde war und die ehemaligen Feinde nun seine Verbündeten sind.

Nun war Donnerfels ganz nahe und die anmutigen Zelte und Hütten in luftiger Höhe glitten unter ihn hinweg als sie in dem Turm der aussah wie ein Totempfahl landeten.

 
Kapitel 10 – Akzeptanz!

Càel wachte nach einem langen Gespräch mit seiner Mutter am nächsten Tag wieder auf! Er war am Tisch eingeschlafen und ihm tat alles weh. Ein Stuhl ist eben doch kein Bett!

Seine Mutter fegte durch das Sanktum und summte dabei ein Lied, wie sie es schon so oft in seiner Kindheit getan hatte. Was er aber nicht wusste, war die Tatsache das sie es schon lange nicht mehr getan hatte.

Sur lies gerade ein Bad ein, dass war auch das Geräusch wovon Càel aufwachte. Ein Bad! Wie lange hatte er ein solches schon nicht mehr, tja… Nekropolen sind eben nicht gerade ein Ort der Entspannung. Langsam ging er zu dem Bad wo seine Mutter ihn anlächelte.

“Nimm erst einmal ein Bad, ich muss wieder nach Silbermond. Heute Abend bin ich wieder zurück!” sprach sie leise und drückte Càel einen Kuss auf die Stirn. Dann verschwand sie.

Càel betrachtete das Wasser. “Was wird die Zukunft bringen?” fragte er sich während er sich entkleidete und in das warme Wasser stiegt. Das Wasser war wohlig warm aber Càel schreckte auf, das Wasser brannte wie Feuer auf seiner Haut. Er wusste zu erst nicht warum, aber ganz langsam dämmerte es ihn. Frostmagie! Càel konzentrierte sich um den Frost in seinem Körper zu unterdrücken, dann wurde das Wasser auch wieder angenehm warm.

Nachdem er fertig war mit baden zog er sich wieder an, er rüstete sich auch mit seiner Rüstung und befestigte zum Schluss sein Runenschwert auf seinem Rücken. Er wollte etwas durch den Immersangwald streifen, aber fern von Silbermond. Er wusste nicht wie die Wachen auf einen ehemaligen Diener Arthas reagieren würden. Sicher würden sie ihn angreifen und er müsse sie dann bekämpfen oder gar töten! Nein, das würde ihm die Rückkehr sicher versperren!

Nachdem Càel sich angekleidet hat machte er sich vorsichtig auf den Weg. Sein Ziel war der Fluss unweit vom Sanktum im Osten. Nach ein paar Minuten hatte er den Fluss erreicht und betrachtete die Fische die darin schwemmten. Während er die Fische betrachtete bekam er Besuch von einem angehenden Paladin der Tirael Tapferherz genannt wurde.

“Belore reisender!” rief Tirael. Càel war erschrocken und schreckte nach oben und blickte dem Adepten direkt in die Augen!

Tirael erschreckte sich ebenfalls, aber nicht wegen den schnellen Bewegungen Càel’s! Nein, es war was ihm anblickte. Keine grünen Augen die ihn anleuchteten, sondern blauweiße! Auch ein glimmendes Schwert mit Runen befand sich an dem hochgerüsteten Blutelf. Eine Todesritter! Tirael kannte die Geschichten um diese Wesen und riss sein Schwert aus der Scheide und griff ohne nachzudenken Càel an! Mit dem Kampfschrei Silbermonds auf den Lippen stürzte er sich vor!

Càel sah alles wie in Zeitlupe, ein angreifender junger Elf! Er riss sein Runenschwert instinktmäßig von seinem Rücken und hob eine Hand. Ein Gedanke und der junge Blutelf erkrankte und wurde langsamer. Dann hob Càel das Schwert und drang heftig auf Tirael ein. Die Gegenwehr war leider nur schwach, Tirael hatte zu wenig Erfahrung.

Noch bevor Càel in einem Blutrausch verfiel besann er sich und trat zurück. Tirael lag am Boden und fluchte laut. Sein Schild war zerbrochen und sein Schwert war von der Gegenwehr gezeichnet. Die langsam abklingende Übelkeit von der Krankheit tat sein übriges.

Càel trat langsam wieder vor. Sein Runenschwert vor sich gehalten, aber nicht um Tirael den Todesstoß zu geben! “Na los du feiger Hund! Töte mich oder ich töte dich!” stammelte Tirael. “Dich töten liegt mir fern du Narr!” donnerte Càel! Tirael blickte ihn verwundert an. “Warum? Ihr Todesritter kennt nichts anderes! Arthas der Verräter hat es dir doch sicherlich befohlen!” fragte Tirael halb verwundert, halb wütend. “ICH DIENE NIEMANDEN!” schrie Càel und trat noch näher um dem verwunderten Tirael aufzuhelfen.

“Wie ist dein Name Junge?” fragte Càel. “Ti… Tirael Tapferherz” stammelte Tirael. “Mein Name ist Càel Sonnenläufer! Einst war ich wie du ein Paladin im Dienste Silbermonds, aber dann wurde zu einem Todesritter! Nun bin ich wieder frei und biete Silbermond meine Klinge zum Kampfe gegen Arthas an!.

Tirael blickte Càel an und wunderte sich bei dem Namen Sonnenläufer! “Sonnenläufer? Eine Magistrix heißt so!”. “Ja, es ist meine Mutter!” sagte Càel.

“Dann glaube ich euch! Verzeiht den Angriff.” sprach Tirael.

Die beiden saßen noch einen Moment am Ufer des Flusses und sprachen miteinander. Tirael war ein junger aufgeweckter Blutelf der stets für seine Leute eintrat. Ganz besonders hat es ihm wohl eine Blutelfenpriesterin namens Alween angetan. Er schien sowas wie ihr Fan zu sein!

Irgendwann sprach Càel zu dem Blutelf: “Kannst du mich nach Silbermond geleiten? Alleine kann ich nicht dort hin. Die Wachen würden mich angreifen wie auch du es getan hast.”

Tirael nickte.

Nach einem kurzen Fußmarsch kamen die beiden vor dem Seiteneingang von Silbermond an. Tirael trat vor und sprach einen Moment mit den Wachen. Càel stand etwas abseits und beobachtete ihn.

Eine Wache trat vor und sprach Càel an: “Ihr wollt zu Lor’themar Theron? Warum?” sprach die Wache kampfbereit. “Um ihm meine Klinge gegen Arthas anzubieten” sagte Càel wenig beeindruckt von der Wache. Die Wache blickte Càel argwöhnisch an. “Ich werde euch begleiten!”.

Etwas später gelangten sie im Sonnenzornturm an und Càel wurde Lor’themar Theron vorgeführt. Nach einem langen Gespräch, einem versiegelten Brief und dem Schwur sich zu dem Kriegshäuptling Thrall zu begeben entlaste der Regent Càel wieder. “Wenn der Kriegshäuptling euch Akzeptiert dann seit ihr wieder im Dienste Silbermonds!” rief der Regent Càel noch hinterher.

Càel streifte durch Silbermond und suchte seine Mutter. Er brauchte ein Portal nach Ogrimmar!

 
Kapitel 9 – Rückkehr nach Silbermond

Langsam schleppte sich Càel Richtung Norden. Die Kapelle des Lichts hatte er hinter sich gelassen. Auch wenn er sich unendlich schwach fühlte, so fühlte er sich gleichzeitig stark wie nie! Ner’zog, der Càel versklavt hatte war nicht mehr und sein Körper war endlich wieder sein eigener.

Er selber war noch sehr wackelig auf seinen Beinen, seine Rüstung machte ihm zu schaffen aber, er ging stolz und mit jedem seiner Schritte wuchs seine innere Kraft und auch mit jedem seiner Schritte gehorchten seine Muskeln ihm mehr.

Nun hatte er endlich einen verwitterten Pfad gefunden, einen Pfad der nach Norden führte. Silbermond lag im Norden! Langsam ging er den Weg entlang, er hatte bereits nahezu seine vollen Kräfte und der Thalassische Pass war in Sichtweite. Ein gewundener Pfad der durch die Berge und ein dahinter gelegenes Tor ins Land der Hochelfen führte, dort war auch ein Tor was stets von seinen Brüdern den Hochelfen bewacht wurde. Doch kurz vor dem eintreten in diesem Gebirgspass hörte Càel ein rascheln!

Schnell zog er sein Runenschwert und machte sich kampfbereit! Er höre ein schnaufen zu seiner Rechten. Càel war noch nicht bei seinen vollen Kräften, aber er würde bis in den Tod kämpfen, ehe er sich wieder in die Knechtschaft des Lichkönigs begeben würde! Ein paar gemurmelte Worte und ein Eispanzer verstärkte seine Haut und Rüstung, ein paar weitere Worte und ein grünlicher Schild legte sich um ihn um ihn vor Magie zu schützen. Dann sprang etwas aus dem Gebüsch…

Càel holte aus und wollte zuschlagen, aber etwas hinderte Ihn! Ein Gefühl, eine Eingebung oder etwas anderes. Es war nicht zu beschreiben. Als Càel sah was da auf ihn zukam, beruhigte er sich wieder und steckte das Schwert weg. Er nahm seinen Helm ab und lies ihn auf den Boden fallen. Voller Freude lief er auf das zu was dort aus dem Gebüsch sprang und nun vor ihm stand.

Es war sein Ross! Sein Ross was an ihm gebunden war! Er wusste nicht wie das Tier es geschafft hatte von dort zu flüchten, aber das unsichtbare Band was die beiden verbunden hatte bestand immer noch!

Das Pferd stand nun vor ihm und Càel legte seine Stirn an den Hals des Tieres. Leise sprach Càel: “Anar’alah belore. Dich hätte ich nicht erwartet! Ich bin froh das du mich gefunden hast.” Nun strich er mit der Hand über das Tier und überlegte. “Ich habe dir noch gar keinen Namen gegeben! Nun wie soll ich dich nennen?”. Càel schaute dem Pferd in die Augen… “Schattenlicht! Schattenlicht sollst du heißen! Denn du bis das Lichte was mich im Schatten fand!”. Als wenn das Pferd zustimmte schnaufte es leicht und senkte den Kopf.

Càel ging nun weiter und Schattenlicht ging neben ihm! Er rüstete sich wieder und setze sich den Helm wieder auf.

Die beiden passierten nun den kleinen Pfad im Gebirge und erreichten das Tor! Aber was war das? Zerbrochene Stühle und Wachen waren auch nicht zu sehen, zudem wehten dort im Wind die Flaggen der Geißel! War Silbermond nun ein Hort der Geißel? Càel zog vorsichtshalber sein Schwert.

Langsam ging er durch das Tor was die Grenze zu den Geisterlanden war. Aber es war niemand zu sehen. In den Geisterlanden angekommen bot sich ein seltsames Bild!

Wo früher Grün vorherrschte war nun ein Mix aus Verderbnis und wieder erblühen der Natur.

Càel ging nun weiter nach Norden, der Pfad war ungepflegt und im Westen war eine Feste zu erkennen die später als Die Todesfestung bekannt war. Im Norden, so wusste Càel gab es eine kleine Stadt namens Tristessa. Dort könnte er sicherlich etwas zu essen und zu trinken bekommen. Sofern es noch nicht voll mit Guhlen und anderem Scheusal war.

Gegen späten Nachmittag erreichten sie Tristessa. Càel zog sich seinem Visierschutz tief ins Gesicht. Einerseits wolle er nicht erkannt werden, anderseits wusste er nicht ob seine Augen ihn als ein Ritter des Todes entlarven würden. Er saß auf Schattenlicht auf und ritt nach Tristessa. Dort sah er einen Elfen, der Elf sah anders aus! Seine Augen leuchteten grün! schweigend nahm Càel dies zu Kenntnis. Auch das Tristessa zum größten teil in Schutt und Asche lag.

“Herr, darf ich fragen was euch hier hin führt?” sprach der Elf. Càel schüttelte den Kopf und sagte “Nein, ich brauche nur etwas zu essen und trinken.”. Der Elf blickte Càel argwöhnisch an, Càel hatte vergessen das sich nicht nur die Augen und die Haut verändert hatten. Auch seine Stimme war anders. Jede Sanftheit war daraus gewichen und machte einer grollenden Stimme platz. Stotternd sagte der junge Elf das es einen Händler geben würde. Càel nickte und machte sich rasch auf den Weg, er wusste das er nicht all zu lange hier verweilen sollte.

Beim Händler bekam er alles was er brauchte, er übergab etwas Brot und Wasser. Dann wollte er ein paar Silberstücke haben. Aber woher sollte Càel das nehmen? Stehlen wollte er es nicht. Er überlegte kurz und der Händler wurde nervös. In einem unbedachten Moment nahm Càel den Helm ab und der Händler starrte ihn mit schreckensgeweiteten Augen an! “Ihr… ihr… ihr seit ein To…To…ahhh!” und er lief davon, wahrscheinlich um die wenigen Wachen zu alarmieren. Càel verstaute eilig die Lebensmittel und schwang sich auf Schattenlicht um nach Norden zu flüchten! “Verdammt! Ich muss mehr aufpassen!” dachte sich Càel. Tristessa lag nun hinter ihm und zu verfolgen scheint ihn auch niemand.

An der Grenze zum Immersangwald schaute sich Càel um. Es war niemand zu sehen. Er verließ den Pfad um etwas abseits zu rasten. Schattenlicht trank etwas Wasser im Fluss und fraß etwas Gras. Càel riss etwas vom Brot ab und trank ebenso etwas. Hier im Immersangwald war das Gras grün und saftig. Er fiel in einem kurzen Traumlosen Schlaf.

Die Dämmerung war bereits im Gange als Càel wieder aufwachte. Er schwang sich auf Schattenlicht und ritt nach Norden und erreichte rasch Morgenluft.

In Morgenluft betrat er das Gasthaus. Voll gerüstet und das Visier wieder tief ins Gesicht gezogen sprach er leise den Gastwirt an um seine Stimme zu mildern. “Herr, könnt ihr mir sagen wo ich Sur Sonnenläufer finde?” sagte Càel. “Ja, sie ist wohl im Sanktum des Westens. Aber seit dem Verlust Ihrer Familie sieht man sie nur noch selten.” sprach der Wirt. “Danke” murmelte Càel und nickte zum abschied.

Auf den Weg nach draußen sah Càel eine Priesterin die ihn eindringend musterte und missbilligend anschaute. Nichts ahnend das sie später einmal eine wichtige Rolle spielen sollte.

Das Sanktum lag tief im Westen vom Immersangwald. Càel wollte seine Familie sehen, bevor er sich nach Silbermond wagte. Die Ereignisse in Tristessa hatten ihn doch geprägt.

Am späten Abend erreichte Càel das Sanktum und klopfte zaghaft an der Tür, wie würde sie wohl reagieren? Sur öffnete die Tür und rief zornig “Wer seit ihr das ihr mich zu solch später Stunde noch belästigt? Ich sollte euch bestrafen!”. Càel stand voll gerüstet vor seiner Mutter und brachte kein Wort raus. “Seit ihr stumm? Sprecht endlich was euch her führt. Ich hab zu tun!” sagte Sur ungeduldig.

Dann schaute er zu seiner Mutter auf und blickte ihr ins Gesicht. Er löste die Riemen die sein Helm hielten und nahm ihn ab. Sur brach in Tränen aus…

“Cáel, wie hast du… wie bist du…?” sie fiel ihm um den Hals und schreckte kurz danach zurück. “Du bist… du bist… ein Todesritter?!” stammelte sie. “Ja!” sprach er grollend “Aber ich bin wieder Herr meiner selbst!”. “Komm erst mal rein!” sagte Sur ruhiger.

Als Schattenlicht angebunden war und sie beide im Sanktum verschwunden waren, nahmen sie Platz. Sie hatten sich sehr viel zu erzählen.

Die halbe Nacht erzählten sie was passiert war. Sur erfuhr das ihr Sohn nun wieder frei war, aber auch das er ein Todesritter war der Angst uns Schrecken verbreiten konnte.

Càel erfuhr das sein Vater in der Schlacht von Silbermond gefallen war und das sie nun keine Hochelfen mehr seien, sondern Blutelfen die durch die Sucht nach Magie nun ein grünliches Leuchten in den Augen hatten. Zudem waren sie nun mit der Horde im Bündnis, da die Allianz sie verraten hatten als ihre Not am größten war.

Am frühen Morgen schlief Càel erschöpft ein und schlief seit langer Zeit wieder ruhig. Doch Tausende Gedanken wirbelten ihm durch die Träume. Horde? Blutelfen? Sein Vater tot? Es war alles anders!

In den nächsten Tagen warteten große Aufgaben auf ihn, aber nun war es an der Zeit Kraft zu sammeln…

 
Kapitel 8 – Ein neuer Anfang

Die Tage in der Nekopole, welche in der nähe von Tyr’s Hand schwebte, wurde eintönig. Ner’zog der sich den Körper von Càel bemächtigte und dessen Seele mit vorliebe quälte, trieb den Körper zu höchstleitungen an. Càel’s Körper war noch kräftiger geworden und dort wo damals nur schwächliche Magie vorhanden war, war nun die Macht der Schatten und Krankheiten vorhanden und diese waren stark!

Irgendwann, Càel hatte jedwediges Zeitgefühl verloren, wurde Ner’zog unterhalb der Zitadelle befohlen. Vorher sollte er aber noch eine neue Rüstung erhalten und das Runen graviren lernen, was auch immer das zu bedeuten hat.

Im oberen Teil der Nekopole bekam er nun eine Rüstung die stärker gepanzert war, jedoch war sie beweglicher. Auch ein prächtiges Schwert bekam Càel nun. Es war fein gemustert und sehr gut gearbeitet. Dann bekam er noch eine Art Stift. Mit dem Stift lernte er nun verschiedene Runen in das Schwert einzuarbeiten, diese Runen bewirkten das sich das Schwert besser führen lies oder schärfer werden, eine Rune brachte sogar einen Rötlichen Feuerschein auf die Waffe die, die Gegener verbrennen würden.

Nachdem Ner’zog im beiwohnen von Càel alles gelernt hatte, mussten die beiden unterhalb der Nekopole. Dort würden sie neue Befehle und weitere Ausbildung erhalten. Càel hatte mitbekommen das “er” da war, Arthas…

Unten angekommen nahmen Guhle sie im Empfang und führten Ner’zog zu Arthas. Càel tobte und wollte den Lichkönig töten, aber seine Hilflosigkeit machte ihn nahezu wahnsinnig. Ner’zog erfreute sich wiederum an Càel’s Wut und Leid.

Saronit war nicht vorhanden in den östlichen Königreichen und deshalb bestand Ner’zog’s erster Auftag auch darin Saronitpfeile von den Leichen der Gefallenen und dem Boden aufzusammeln. Auf einem Feld vor der Stellung der Geißel steckten viele in Menschen oder in der feuchten Erde. Der Auftrag war kein großes Problem, Ner’zog war bereits stark und die wenigen Menschen die sich noch wehrten starben schnell oder wenn Zeit war auch gerne qualvoll.

Aber auch die Ausbildung ging weiter. In einer Höhle die etwas östlich von Ihnen lag, arbeiten Menschen um Erze für Ihren Kreuzug zu gewinnen. Dort sollte Ner’zog und Càel die Nekromantie erlernen!

Sie begaben sich zu der Höhle und ein einzelner Mienenarbeiter stellte sich Ner’zog in den Weg. Wieder erhob er die Hand und der Mienenarbeiter übergab sich und fliel krampfend um. Dann starb er und Ner’zog machte sich an sein Werk, ein paar gemurmelte Worte und der Körper des Mienenarbeiters stand wieder auf. Aber nicht um sich erneut zu wehren, nein, er war nun ein Guhl. Dumm, Gefühlslos und nicht von Dauer. Denn eines beherrschten sie noch nicht, einen dauerhaften toten Diener!

Der nächste Auftrag war die Beschaffung eines Reittieres. Sie sollten zu einem Bauernhof wo einige Pferde grasten. Angekommen dort freute sich Càel, denn Tiere mochte er schon immer unheimlich gerne. Nun war Ner’zog an einem Pferd und führte es zurück zu dem Posten unterhalb der Nekopole. Ein Stallmeister der Geißel gab dem Tier etwas zu trinken. Als das Getränk von dem Tier aufgetrunken war, flammten dessen Augen auf einmal auf. Ner’zog berührte das Tier und es schien so als hörte Càel das Pferd sprechen. In Büchern hatte Càel gelesen das Todesritter sich mit einem Pferd binden können, keine Verbindung ist dann so stark wie diese.

Nach einigen Tagen hatte Ner’zog und Càel die Nekromantie perfektioniert und die Guhle waren nun von Dauer. Auch die Verteidigungslinie von den Menschen war zerbrochen und die Geißel stand nun direkt vor der äußeren Mauer von Tyr`s Hand. Die Menschen wehrten sich, hatten aber keine Chance. Càel schossen immer wieder Bilder von dem Angriff auf Silbermond vor, aber das seltsame war es bedrückte ihn nicht so sehr wie es noch vor ein paar Wochen war. Ist er nun wirklich so abgestumpft?

Hunterte schreiende Menschen wurden einfach so getötet! Dabei war es egal ob es sich um Ritter, Alte, Kranke, Weiber oder kleine Kinder handelte. Bei Kindern freuten sich die meisten wenn sie getötet werden konnten, am besten vor den Augen der Eltern die zuerst an dem Anblick zerbrachen, nur um dann im Anschluß selbst den Tot zu finden. Càel schrie wieder innerlich und wollte den Blick abwenden, aber das gestattete ihm Ner’zog nicht!

Tage später war Tyr’s Hand in Schutt und Asche, die Innernen Mauern waren stark beschädigt und würden die Geißes nicht mehr lange aufhalten. Die, die noch laufen konnten flohen zu den Schiffen um sich und ihre Lieben noch zu retten. Überall lagen Tote, einige der Geißel, viele der Menschen.

Eine letzte Bastion der Menschen war nun noch die Kapelle des Lichtes, darauf war das Auge Arthas ausgerichtet und befahl einen großen Teil seiner Truppen genau diese anzugreifen. Nordwestlich war ein Durchgang, von dort soll nun alles Angreifen.

Angekommen an der Kapelle des Lichtes standen nun die letzten dreihundert Verteidiger um sich gegen tausende der Geißel zu wehren. Ner’zog lachte und freute sich auf den Kampf, Càel hingegen wollte es nicht, war sich aber im klaren das er nichts dagegen machen kann.

Der Angriff begann und es war ein Gemezel! Menschen starben, nur um kurz danach als Guhl wieder aufzuerstehen. Aber auch viele der Geißel starben. Nun war es soweit! Die letzten Verteidiger standen in reih und glied um das letzte Gefecht auzutragen. Hochlord Darion Morgaine, der die Geißel anführte rief nun zum halt an und wollte gerade Hochlord Tirion Fondring, Anführer der Verteidiger anrufen, als mit einem mal ein heller Lichtschein zwischen den beiden Parteien erschien. Hochlord Darion Morganie verhielt sich nun auf einmal anders.

“Ihr könnt nich gewinnen, Darion!” schrie Hochlord Tirion Fordring.

“GEHORCHE MIR, KLINGE!” antwortete Hochlord Darion Mograine.

Orbaz Blutbann floh.

“Bringt sie zur Kapelle!” rief Hochlord Tirion Fordring.

Hochlord Darion Mograine kniete geschlagen vor Tirion Fordring.

Hochlord Darion Mograine sagte “Gebt den Kampf auf, Todesritter. Wir haben verloren. Das Licht… Dieser Ort… Keine Hoffnung.”

Hochlord Tirion Fordring sprach “Habt ihr nichts gelernt, Junge? Ihr seid zu all dem geworden, was Euer Vater immer bekämpft hat! Wie dieser Feigling Arthas, habt ihr zugelassen, dass Dunkelheit und Hass euch verschlingen. Ihr labt euch am Elend derjenigen, die ihr gefoltert und getötet habt! Euer Meister weiß, was unterhalb der Kapelle liegt. Deshalb wagt er es nicht, sein Gesicht zu zeigen. Er hat euch und eure Todesritter in den Untergang geschickt, Darion. Was ihr jetzt fühlt, sind die Qualen von tausend verlorenen Seeln! Seelen, die ihr und euer Meister hierherbrachten! Das Licht wird euch zerreißen, Darion!”

Hochlord Darion Mograine antwortete “Spart euch die Worte, alter Mann. Es könnten eure letzten sein.”

Hochlord Alexandros Mograine erschien plötzlich und sagte ”Mein Sohn! Mein lieber, werter Junge!”

Erschrocken reagierte Hochlord Darion Mograine und sagte “Vater! Ahhh… was … ist …”

Darion Mograine war erleichtert ”Vater, ihr seid zurückgekehrt!”

Darion Mograine umarmt seinen Vater.

Darion Mograine sagte “Ihr wart lange fort, Vater. Ich habe gedacht…”

Hochlord Alexandros Mograine sprach ”Nichts hätte mich davon abhalten können herzukommen, Darion. Zu meinem Heim und meiner Familie.”

Darion Mograine antwortete “Vater, ich möchte euch im Kampf gegen die Untoten beistehen. Ich will kämpfen! Ich kann nicht länger untätig herumsitzen!”

Hochlord Alexandros Mograine sagte “Darion Mograine, du bist kaum alt genug, ein Schwert zu halten, geschweige denn die untoten Horden von Lordaeron zu bekämpfen! Ich könnte es nicht ertragen, dich zu verlieren. Allein der Gedanke daran…”

Darion Mograine sprach mit voller Überzeugung ”Wenn ich sterbe, Vater, dann tue ich dies aufrecht und standhaft, die untoten Legionen herausfordernd! Wenn ich sterbe, so lasst mich gemeinsam mit euch sterben!”

Ruhig antwortete Hochlord Alexandros Mograine “Mein Sohn, der Tag wird kommen, an dem du Aschenbringer führen und mit ihm für Gerechtigkeit im Land sorgen wirst. Ich zweifle nicht daran, dass du an diesem Tag unser Volk mit Stolz erfüllen wirst und dass dank dir Lordaeron zu einem besseren Ort wird. Aber, mein Sohn, noch ist dieser Tag nicht gekommen. Denke stehts daran …”

Auf einmal rief der LichkönigRührend…” und dann ruhiger und bedrohlicher “Er gehört jetzt mir…”

Hochlord Darion Mograine schrie “Ihr … habt mich betrogen. Ihr habt uns alle betrogen, Monster! Nun spürt die Macht von Mograine!”

Verächtlich sprach der Lichkönig “Erbärmlich…”

Es meldete sich wieder Hochlord Tirion Fordring “Ihr seid ein verdammtes Monster, Arthas!”

Kalt sprach der Lichkönig ”Ihr hattet Recht, Fordring. Ich habe sie in den Tod geschickt. Ihre Leben waren wertlos. Eures hingegen… Wie leicht es war, den großen Tirion Fordring aus dem Versteck zu locken. Nun seid ihr schutzlos, Paladin. Nichts wird Euch retten…”

Hochlord Tirion Fordring schnappt nach Luft.

Auf einmal regte sich Lord Maxwell Tyrosus und rief ”Zum Angriff!”

Der Lichkönig schrie “APOKALYPSE!”

Hochlord Darion Mograine antwortete “Dieser Tag ist nicht heute…”

Hochlord Darion Mograine schrief verzweifelt ”Tirion!”

Hochlord Darion Mograine bricht zusammen.

Hochlord Tirion Fordring brüllte “ARTHAS!!!!”

Der Lichkönig rief verdutzt ”Was soll das?”

Hochlord Tirion Fordring brüllte zurück ”Euer Ende.”

Der Lichkönig antwortete schreiend “Unmöglich… Es… ist nicht… vorbei… Unser nächstes Treffen wird nicht auf heiligem Boden stattfinden, Paladin.”

Der Lichkönig zog sich zurück, da er nun geschlagen schien und Hochlord Darion Mogranine nicht mehr unter seiner Kontrolle war. Auch Càel und die anderen Todesritter erlebten seltsames. Das Wesen Ner’zog schrie! Es schrie aber nicht aus freude, nein! Es schrie als wenn es Schmerzen habe!

Hochlord Tirion Fordring sprach “Erhebt euch, Darion, und hört mir zu… Wir sind alle Zeugen einer schrecklichen Tragödie geworden. Das Blut guter Krieger ist auf diesem Boden vergossen worden. Ehrenhaft Ritter, erschlagen, während sie ihr Leben verteidigten… unsere Leben! Auch wenn wir dies niemals vergessen werden können, so müssen wir in unserer Sache standhaft bleiben! Der Lichkönig muss für das, was er getan hat, zur Rechenschaft gezogen werden. Er darf unserer Welt keinen weiteren Schaden zufügen! Ich gebe euch jetzt ein Versprechen, Brüder und Schwestern: Der Lichkönig wird fallen! Heute fordere ich die Gründung eines Bunds. Die Argentumdämmerung und der Orden der Silbernen Hand werden zusammenstehen! Wir werden obsiegen, wo so viele vor uns versagt haben! Wir werden Arthas bekämpfen und wir werden die Mauern von Eiskrone niederreißen!”

Hochlord Tirion Fordring schrie dem Lichkönig hinterher ”Der Argentumkreuzzug kommt, Euch zu holen, Arthas!”

Hochlord Darion Mograine sagte erschöpft von der Befreiung ”Ebenso die Ritter der Schwarzen Klinge… Obwohl unsere Art keinen Platz in Eurer Welt hat, werden wir dafür kämpfen, den Lichkönig zu Fall zu bringen. Das schwöre ich!”

Ner’zog schrie, aber er wurde immer leiser. Càel’s Körper übergab sich und brach dann zusammen. Glücklicherweise rollte Càel neben sein Erbrochenen.

Zu schwach um aufzustehen lag Càel nun mit Blick auf die Kapelle des Lichtes auf der Seite. Ner’zog war still, er war verschwunden! Càel begriff nicht was war! Sein Körper gehorchte ihm wieder, nach Monaten der Verdammnis und gezwungen zum zuschauen hatte er endlich wieder die Kontrolle.

Nach ein paar Minuten stemmte sich Càel auf allen Vieren. Es war ungewohnt nach so einer langen Zeit wieder seinen eigenen Körper zu benutzen, die schwere Plattenrüstung tat ihr übriges.

Hochlord Darion Mograine half vielen Todesritter, auch Càel griff er unter die Arme. Als alle Todesritter standen, waren überalle erleichterte und glückliche, teils lachende Gesichter zu sehen. Kaum einer stand stabil auf seinen eigenen Beinen, aber sie waren allesamt glücklich das sie, sie selbst wieder unter Kontrolle hatten. Hochlord Darion Mograine sagte dann noch zu allen das nun Archerus – Die schwarze Festung, nun der Zufluchtsort der befreiten Todesritter sei.

Càel selber hatte nur ein Ziel: Silbermond! Denn dort war seine Familie.

Aber wie sollte er dort hinkommen? Zur Not würde er auf allen Vieren hinkriechen, soviel war ihm klar…

 
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