|
Kapitel 12 - Lalita Silberhorn |
|
Nachdem Càel in Donnerfels ankam war er erst einmal beeindruckt. Große Tauren mit mächtigen Hörnern und gewaltigen Waffen die in luftiger Höhe ihrem Tagewerk nachgingen sah man nicht allzu oft wenn man aus Silbermond stammt. ln dem großen Totempfahl wo sich der Flugmeister befand hatte man einen grandiosen Überblick über Donnerfels.
Eine Wache wies Càel den Weg in das nächste Gasthaus, interessant war auch das die Tauren weniger Vorurteile gegenüber einem Todesritter hatten. Kaum einer beachtete ihn oder verzog das Gesicht wenn er an ihm vorbeiging. ln Ogrimmar oder Silbermond war das ganz anderes. Ständige Blicke und teilweise böse Worte waren dort nichts Seltenes. Daher beschloss Càel auch das er ein paar Tage länger bleiben wollte.
Nach einem kurzen Marsch kam er bei dem Gasthaus an. Der Gastwirt wollte ein paar Silberstücke für die nächsten Tage habe. Auch der Gastwirt hatte keine Vorurteile ihm gegenüber und wies ihm sein Zimmer oder besser gesagt sein Bett zu.
Da er schon seit Stunden unterwegs war und recht müde war, legte er sich gleich ins Bett. Allerdings konnte er nicht einfach einschlafen, dazu hatte er zu viel an diesem Tag erlebt. Das war sicherlich einer der Nachteile wenn man nur durch Arthas ,,versklavt" worden war und nicht wie einige andere der Todesritter die direkt von den Toten wiedererweckt worden waren, denn diese brauchte gar kein Schlaf. Càel hingegen bekam Ner'zog eine Dämonische Präsents die sich in seinen Gedanken breit machte, ihn im Geiste quälte und seinen Körper kontrollierte. Es war für die Geisel einfacher die lebenden Körper zu ,,besetzen", denn viele der Gefallenen die dann wiedererweckten wurden, hatten Knochenbrüche oder andere Leiden die durch das Untote dar sein einfach nicht mehr ausheilen konnten.
So lag er nun auf dem einfachen Bett und schaute aus der Öffnung im ersten Stock, er sah Vögel die miteinander spielten und einen eigenen Tanz aufführten. Er roch das Gras was hier in Donnerfels überall zu finden war und hörte die Tauren die trotz ihrer gewaltigen Größe verhältnismäßig leise ihrem tun nachgingen. Auch hörte er ein paar kleine Taurenkinder die miteinander spielten und nach den Geräuschen nach zu urteilen fangen spielten. Ganz in der Ferne hörte er noch einen Schmied der gleichmäßig seinen Hammer fallen ließ um ein Stück Metall in Form zu bringen. All diese eindrücke ließen Càel in den Schlaf fallen und er träumte etwas was ihm an nächsten Tag zu denken geben würde.
--------------------------------
Mächtige Trommeln klangen in der Ferne und spielen dabei ihr Lied, ein Lied was die Truppen der Allianz, den Verrätern das Blut in den Adern gefrieren ließ. Das Trommeln war immer zu hören wenn die Horde zum Kampf rief und die Truppen anfeuerte. Der Kommandant der Allianzstreitkräfte rief zur Ordnung, aber viele der jüngeren Menschen und Gnome zitterten in ihren Rüstungen. Die wenigen Nachtelfen die älter waren als sie aussahen und die Zwerge hatten weniger Angst und blickten stumm und grimmig dem Horizont entgegen.
Bumm, bumm, bum-bum erklang es rhythmisch hinter der Kuppe.
Auf der Seite der Horde bellte ein General der Horde wilde Befehle und feuerte seine Krieger an. ,,Heute werden wir der Allianz das fürchten lehren und schon heute Abend werden wir ihr Blut trinken und die Herzen fressen!" hörte man jemanden Rufen. Das Heer der Horde bestand aus. Orks die mit dem Takt der Trommeln auf ihre Schilde hämmerten, die grünen Krieger sahen wild aus und hatten teilweise Ziernarben an den Armen. Der Rest war stark gepanzert. Trolle die bereits ihre Bögen und Axte bereithielten standen mit krummen Rücken und langen Hauern bereit um zu Kämpfen, viele hatten Knochen in einer Kette um den Hals gelegt oder sie trugen Knochen und Zähne anderer als Körperschmuck. Untote die alleine schon mit ihrer Anwesenheit Schrecken verbreiteten, bereiteten Gifte und Katapulte vor. Blutelfen die in einer sauberen Formation standen und ausdruckslos ihre Waffen bereithielten warteten auf den Befehl loszustürmen und der Allianz den Tod durch Magie und Stahl zu bringen. Die Tauren mit ihren riesigen Waffen die teilweise große Axte und überdimensionale Schwerter warteten schnaubend auf den Kampf. Einige der Tauren hatte auch die Traditionelle Waffe der Tauren, ein großer Stamm der mit Stahl bewehrt war. Abseits stand Càel, alleine, in seiner Rüstung und ein Runenschwert in der Hand, am Waldesrand, beide Armeen im Blick. Ein Taure sah ihn und hob die Hand um ihn heran zu winken. Wie von alleine schritt Càel auf den Tauren zu, die Trommeln wurden lauter und sein Blut kochte mehr und mehr. Die Truppen der Horde machten Platz und Càel stellte sich in reih und Glied, vergessen waren die Vorurteile, vergessen die Abscheu. Hier zählte nur sein Schwert und wie viele Allianzer durch dieses den Tod finden würden.
Bum-bum, bum-bum-bum, bum der Takt wurde schneller und trieb den Blutrausch in die Adern. Gleich würde der Befehl zum Angriff kommen!
Càel's Hand spannte sich um den Knauf seines Runenschwertes, sein Atem ging schwerer, auf seiner Rüstung glommen schwach einige Runen auf und die Unheilige Magie brodelte als würde Sie auf ein Ziel warten.
Ein Schrei hallte das Schlachtfeld und der Kriegslärm brach aus! Kodos, die Reittiere der Tauren setzten sich mit einer erstaunlicher Beweglichkeit nach vorne und der Boden bebte unter den Hufen. Orks schrien ihre Kampfschreie und feuerten andere an. Hinter der Armee der Horde bildete sich eine Staubwolke und begleitete sie wie ein gefräßiges Ungeheuer. Unter den Füßen wurden Fetzen vom Gras nach hinten geschleudert. Dann schossen die Katapulte von Silvanas Truppen und brachten grün, ätzende Flüssigkeit über die Allianz und einige schrien ihre Schmerzen hinaus. Die Nachtelfen schossen Pfeile in die anstürmende Horde, brachten aber nur wenige zu fall.
Dann trafen die Truppen auf einander...
Knochen knackten, Blut spritze und vermengte sich mit dem grünen Gras. Der Boden verwandelte sich von einer grünen Wiese in ein Blutrotes Schlammloch. Es stank nach Blut, Angst und Exkrementen. ln Càel's Ohren rauschte das Blut und seine mattblau schimmernden Runen auf seiner Rüstung und Schwert waren bedeckt von Hautfetzen. Der Kommandant der Truppe war Kampfunfähig und Càel rief seinen Kameraden zu was sie tun sollten, sie hörten! Wenn das Dasein als Todesritter etwas gebracht hatte, dann war es die Fähigkeit Truppen zu führen. Allerdings hatte er es nie für möglich gehalten das eine lebende Seele auf ihn hören würde. Nein, er hatte noch nicht einmal daran gedacht!
Nach scheinbar endlosen Stunden war der Kampf vorbei und mitten auf dem Schlachtfeld ergab sich ein Mensch gerade nur um kurze Zeit später eine Klinge durch sein Oberkörper gebohrt zu bekommen. Mit einem schmatzenden Geräusch zog Càel die Klinge aus dem erschlafften Körper. Er schaute sich um und bemerkte das der Rest der Allianz floh oder tot auf dem Felde lagen. Er sank auf die Knie und stützte sich schwer atmend auf sein Schwert.
Nach ein paar Minuten der Ruhe befestigte der Todesritter sein Schwert auf seinem Rücken und ging zu einem verletzen Ork der am Boden lag und legte seinen Arm um seinen Hals, damit er ihn stützen konnte. Glücklicherweise eilte bereits eine junge Priesterin auf ihn zu und lachte.... lachte? Wie konnte man jetzt nur lachen?
--------------------------------
Càel wachte auf!
Das Lachen war nicht von einer jungen Priesterin zu hören, sondern von kleinen Taurenmädchen die irgendwo außerhalb des Gasthauses tollten.
Noch ganz verwirrt von den Folgen der Nacht saß er nun auf der Bettkante und starrte aus der Öffnung am anderen Ende des Hauses. War es wirklich nur ein Traum? Er war so... so echt! Er entschloss sich nur leichte Rüstung zu tragen, soweit man von Plattenrüstung von ,,leicht" sprechen konnte. Eigentlich bestand es lediglich darin das er sein Schwert, Helm, Armschienen, Schulterpanzerung und Handschuhe nicht anzog. Der Brustpanzer, die Beinpanzerung und der Wappenrock seiner Familie würden ausreichen. Allerdings waren so seine kurzen Haare zu sehen. Die Spitzen der Haare waren nach der ,,Konvertierung“ weiß geworden, auch seine Augen hatten nicht das leuchtende grün seiner Rasse, sondern wurden nun durch ein kaltes strahlendes Weißblau ersetzt. Das würde ihn auf alle Fälle als einen ehemaligen Diener Arthas zu erkennen geben.
Nach einer knappen Mahlzeit ging er nach draußen und genoss die Wärme auf seiner Haut, in Donnerfels wehte ein frischer, aber nicht unangenehmer Wind.
Unweit vom Gasthaus ließ er sich nieder, gleich neben einem kleinen Teich und beobachtete die tollenden Taurenkinder. Sie waren so unbeschwert und frei wie man es als Kind nur sein konnte.
Plötzlich tippte Càel jemand an! Er drehte sich um und schaute einem kleinen Taurenmädchen direkt in die Augen. „Duhu? Bist du einer der toten Soldaten die man in den Geschichten hört?“. Càel musste etwas schmunzeln als er so genannt wurde. Ruhig sprach er um das kleine Mädchen nicht allzu sehr zu erschrecken, denn seit seiner Umwandlung hatte seine Stimme steht’s etwas grollendes. „Ja, ich bin ein Todesritter! Aber nicht tot meine kleine!“. „Aber Papa sagt ihr seid alle tot!“ sprach das Mädchen und zog dabei eine kleine Schnute. „Hier…“ Càel reichte ihr seine Hand „fass sie an und sag ob du Wärme spürst!“. Das Mädchen nahm die Hand und machte ein erstauntes Gesicht. „Früher war es so in der Tat was dein Papa sagte, aber vieles hat sich verändert und ich bin froh das ich noch lebe.“ antwortete er.
„Tut dem Mädchen ja nichts an!“ hörte man eine weibliche Stimme und Càel spürte ein Ende des Kampfstabs in seinem Rücken. „Kein Sorge! Ich bin nicht darauf aus irgendjemanden Schmerzen zuzufügen solange sie nicht meine Feinde sind!“ sagte er während er sich umdrehte und unmerklich Unheilge Magien ansammelte. „Dann ist ja gut! Es würde euch auch nicht gut tun!“ sprach sie. Càel betrachtete sie und sah eine Mittelgroße Taurin mit einem harten Blick. Auf ihrem Kopf waren zwei Silbrige Hörne die leicht geschwungen abstanden. Sie hatte eine traditionelle Rüstung an die sie klar als Druide identifizierte und in ihrer Hand befand sich ein reich verzierter Kampfstab.
Càel nickt leicht und sagte: „Darf ich mich vorstellen? Ich bin Càel Sonnenläufer aus dem Hause der Sonnenläufer und ehemaliger Diener Arthas der nun nach sich und seiner Bestimmung sucht. „. Abschätzig schaute die Taurin ihn an bevor sie antwortete. „Ich bin Lalita Silberhorn, Druidin des Cenarius!“ sagte sie schließlich knapp und verwies mit der Hand auf den Platz wo Càel zuvor gesessen hat und die Fragen des kleinen Mädchens beantwortet hatte.
Sie setzte sich neben ihm und Sie fingen sich an zu unterhalten. Dabei stellte sich heraus das die beiden scheinbar nach etwas suchten und nach einigen Stunden als die Sonne bereits am untergehen war erzählte Càel von seinem eigenartigen Traum und Lalita hörte dem aufmerksam zu… |
|
|
Die Weekly, oder: wie ich lernte ein echter Tank zu sein |
Hmm hmm hmm…wenn man wie ich seit vielen Monden einen DD spielt (Eule) und durch die Randoms auf Gruppen wartet und sich diese Wartezeit teilweise auf bis zu eine dreiviertel Stunde ausdehnen kann, dann, ja dann, überlegt man sich eine andere Rolle. Geheilt hab ich mit meiner Eule als zweiten Skill in Baumform mal, aber ich fand es total blöde, weil man nur dem Tank hinterherrennt und sich einen Wolf klickt und tippt. Am Schluß ist man irgendwie durch aber mitgekriegt hat man nix. Da ist DD netter: man rennt auch hinterher, aber wenn man man brainafk ist, passiert nicht viel, ausser dass – so wie ich es gerne tue – meine Eule saumässig Aggro zieht, weil ich viel zu schnell draufBÄMBÄMME.
Also kam die Tankrolle daher. Die Levelzeiten meines DK von 70 auf 80 wurden dadurch merklich kürzer und die Entscheidung war klar: der soll Tank bleiben.
Nach dem Teildesaster in den Hallen der Reflexionen gestern, wollten Bulro, Liliaen, Cromartie und Airowdan also versuchen mit Randoms eine 10er Gruppe für Jaraxxus zusammenzustellen. Ich weiss übrigens immer noch nicht, wie ich einen Schlachtzug umstelle. Ich wusste das mal, aber irgendwie gelingt mir das nicht mehr. Und nun also als Lead in Dala ne Gruppe aufbauen. Im Handelschannel swappen die Anfragen und einmal “Tank und Heal suchen Leute für Weekly” zappen schon die Whispers rein. Ich als Noob erstmal nem anderen Lead zum Schlachtzugaufmachen gegeben und irgendwann waren 10 Leute voll.
In meiner Blödheit flatter ich tatsächlich erstmal nach Naxxramas (!) bevor ich merke, dass ich ja zum Turnier flattern hätte haben sollen. Soo doof kann man doch gar nicht sein. Aber ich war so gestresst mit diesen ganzen Randoms, von denen die wer weiss wie viel Erfahrung haben…
Naja, irgendwann also alle am Turnierplatz, rein in die Ini und dann erstmal ich “wer ist Tank?”
Holla die Waldfee: “was Du machst ne Gruppe auf und willst nicht tanken?”
“Naja, ich kann schon tanken, aber ich bin nicht gut und ich weiss hier auch nicht was ich tun soll!”
“Was, Du machst ne Gruppe auf als Tank und kennst die Inze nicht?”
Aber zum Glück gab es so Leute wie “Areokesis” also Tanks mit Herz, die mir whispernd die Bosse erklärten und die Gang schoss sich im Laufe der Inze eher auf den armen Bulro ein, den ich quasi zum Teil-heilen (er sollte “Reinigen”) zwangsvergewaltigt hatte. Er musste sich Nettigkeiten wie “nicht in den Flammen stehen bleiben” oder “Mach KR auf die Leiste”, oder “es soll ja Leute geben, die erst seit kurzen wissen, wo man seine Talente zurücksetzen kann” anhören.
Und er war berechtigt angepisst. Da muss man sich schon ein dickes Fell anschaffen. Mal sehen, aber ich glaube ich werd immer unverschämter und ein Spruch von der Gruppe “Du must tanken, wenn Du das hier nicht kennst, nur so lernst Du es!” haben mich dann überzeugt.
Ich durfte also Offtank sein und nach einem Intermezzo bei Jaraxxus, den ich zuerst als Maintank gehalten hatte, dann wieder die Mobs zusammenziehen und an den Maintank übergeben.
So, hier nun aber meine Sicht der Dinge, wie man die Inze bis Jaraxxus tanken muss:
1. Der erste Boss (so ein Zentaure): stackt einen Schaden auf den Tank, so dass ein zweiter Tank den Boss abspotten muss und zwar nach dem dritten Stack: zwei gerufenen “Spott endlich!” vom Maintank an mich, habe ich gerade noch so gecheckt und der Boss ging durch. Die DDs erhalten irgendwelche Viecher, die Schaden im Rücken machen und als Tank kann man diese nicht spotten, der Schaden muss also weggeheilt werden. Nicht mein Job, zum Glück.
2. Der zweite Boss (so ein Winterfelldings): stürzt sich auf verschiedene Leute, nicht das mir was besonderes aufgefallen wäre, aber es starben viele DDs (ich hörte meine Gildies im TS und war auf Mute, keine Ahnung warum, hatte ständig mit denen gesprochen und ehrlich gesagt nicht gemerkt, dass die mich gar nicht gehört hatten).
3. die Würmer: der Maintank lockt den linken Wurm, der OT den rechten solange bis die DDs den linken down haben. Der OT muss entsprechend geheilt werden. Danach alle auf den letzten Wurm. Eigentlich ganz einfach.
4. der vierte Boss Jaraxxus (war doch der vierte, oder?): der wird vom Maintank gehalten und die Mobs die spawnen werden vom OT gespottet und in range des MT gebracht. Etwaige Teufelsdingens müssen per Gedankenfrost oder so unterbrochen werden und falls man ein Debuff auf einem Spieler landet, rauslaufen, weil die am Ende explodieren, aber in Healrange bleiben. Dann gabs noch einen anderen Debuff, bei dem sollte man aber etwas näher ran gehen. Insgesamt starben wieder einige, es gab auch zwei Wipes aber am Ende hatten wir Jaraxxus.
Die Idee einiger zu Anfang, die Ini bis zum Ende durchzumachen, wurde durch den Leave von etwa 90% der Leute nach dem Weeklyboss fallen gelassen.
Und der nette Tank und auch ein paar andere, die mich per Whisper aufgeklärt haben und mich nicht entmutigt hatten, sind auf der Flist und ich fühlte mich sehr gut, als ich zum ersten Mal ein “echter Tank” in einem Raid gewesen bin.
|
|
Hallen der Reflektionen und Ramonas Abschied |
Ja, neulich, nachdem ich nun mit meinem Tank DK öfters unterwegs bin und die Instant Invites natürlich auch etwas “mutig” machen, hatten sich ein paar von uns zusammengefunden, auch im TS, um die daily hero anzugehen. Ich kann mir zwar denken, warum auf meine Frage “will einer mit mir als Tank in Rnd hero?” oft einfach gar keiner antwortet und ich mir die schwitzenden Gesichter hinter ihren Bildschirmen vorstelle und die Erleichterung, wenn ich dann schreibe “Ok, dann geh ich eben alleine!”, aber ich versuche ja besser zu werden.
Und ich glaube: als DD lernst Du nix. Da muss man sich als Tank oder Heiler durchschlagen um zu kapieren was da eigentlich zu tun ist. Und nun zum Thema: gestern: Donnerstag; ich hatte etwas Zeit (freu) und ein paar Gildenkollegen, Hans, Caro und Ramona und ein netter Jägertaure machten sich auf den Weg: in die Hallen der Reflexionen. Die Flucht vor dem Lichkönig!
Ich denk mir, “pah! easy, hab ich doch erst letzte Woche gemacht. Immer einfach druff, das passt schon!” und sag noch großmäulig im TS, “jooh, wir bleiben im Mittelflur und ich zieh die alle her!”, Caro meinte “ähh….” und bedächtiges Schweigen zog sich bis zum ersten Wipe. Hm…was war denn da jetzt anders als sonst? Der Jäger fing an Vorschläge zu machen, Ramona auch und also fingen wir in der linken Ecke an. Und Mann, o Mann, die Mobs kommen zackig hintereinander und als Tank hab ich TinyPlates laufen, das mir die Aggroanzeige der Mobs anzeigt. Ich mach Tod und Verfall – zusch der Boden wird rot, und wenn die Mobs kommen, knall ich Tab, den ersten Mob an und zische diese Frostfähigkeit (frag mich nicht) dann laufen so 3-5 Mobs in meine Fläche und alle sind schön bei mir mit ihrem Aggro. Dann kommen noch 2 bis drei neue und die sind alle grüne. Und jetzt beginnt der Tanknoob verzweifelt die ganzen Kerle an sich zu binden. Da gibts nen Spotbefehl, leider mit CD, dann kann man noch mal irgendwo Bedrohung aufbauen, aber insgesamt zappe ich mich recht unkoordiniert durch die Mobs um die einzelnen zu ziehen. Ramona und Caro meinen “der Schurke, der macht am meisten Schaden, dann der Priester”, ok, wieder was gelernt. Nach zwei weiteren Wipes (der Jäger ist immer noch sehr freundlich – ganz zu schweigen von meinen Gildenmitleidern – schaffen wir es: zuerst der Schurke und irgendwie klappts. Ich weiss jetzt nicht, ob wir den ersten Boss tatsächlich ohne Wipe überstanden haben, könnte sein das ich das verdrängt habe. Aber der Typ im Gang war nach den beiden Bossen ein Kinderspiel.
Und dann die Flucht. Die war kein Kinderspiel. Ich fasse mal zusammen: Tinyplates zeigt auch Aggro bei den Dicken Stinkern an, selbst wenn die Schnurstracks auf den heilenden Hans zumarschiert sind. Man sollte die also weiter im Auge behalten und hoffen, dass er doch noch umdreht und den Tank mit seinem grünen Glibberzeugs besabbert. Auch hier warn es sicher 4 Wipes. Es war zehn Minuten vor der angesagten Weekly (Jaraxxus, aber das ist eine andere Geschichte) und ich sagte “last try”. Und diesmal, ja, diesmal packten wir es, die Dicken Kerle alle rechtzeitig zu binden, die Hexer ohne Aggro durch die DDs mit ausreichend Heilung plattzumachen und dann auch endlich an der letzten Blockade weiterzukommen.
Ich bedanke mich nochmal herzlich bei Euch allen. Das erinnerte mich sehr an Ulduar und ich meine fast, ich glaub ich bin einfach ein lernresistent schlechter Wow-Spieler.
Ich war natürlich etwas schockiert als Ramona später sagte “ihre Mains wären bei Abyss und sie verliesse nun Ad Astra” und ich hoffe herzlich, das lag nicht an meinen Tankfähigkeiten, aber ich wünsche Dir, Ramona trotzdem alles Gute. Deinen Atruis werde ich sicher des öfteren sehen.
|
|
The Story of Joe – part 10 – das Zwie(tri)gespräch |
Auf dem weiteren Weg in die Tiefen der alten Stadt konnten die Umgebenden das Zwiegespräch des verdrehten Todesritters wahrnehmen und das eine oder andere Kopfschütteln ergab sich bei den folgenden Worten:
„Hat es Macht?
Jimmie…hör mal auf damit!
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
Jimmie….also…Du immer mit…
ACHTUNG!
Aua! Jimmie, der ist soo laut
woher…ach was…
Rrruhhee!
Jimmie, wir sollten aufpassen, die Leute hier
DAS IST MIR EGAL!
Sauhaufen!
wir wollen es bekehren…
Jimmie!
…mit dem Schwert!
Jimmie, aber wenn es Macht hat?
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
ANTRETEN!
jetzt sag Du doch auch mal was
Reihe aufmachen, los los!
hat es Macht?
Sicherlich! Jimmie, die Krankheit…
Soll das eine ordentliche Meldung sein, Rekrut?
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
Jimmie…was meint Charlie mit Meldung machen?
Sauladen!
GLEITEN EINS, GLEITEN ZWEI…
Aaarrghhh
…los los…links..links..links zwoo drei vier
Oje…
AUFPASSEN!
Wie was?
Woher sollen wir das denn…
RRuuuuhheee!
So langsam werd ich ganz kirre im Kopp
so hat es Macht?
Macht, MACHT? Oben sticht unten, Rekrut!
Jaja, Charlie…jaja…
ICH WILL NIX MEHR HÖREN, GEZÜCHT!
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
versteh kein Wort
wer spricht da? Tritt hervor aus dem Dunkel!
Was raucht und hat Fell?
SCHNAUZE DA!
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
ein Kaminchen *lacht*
jetzt reichts langsam
Nein, nein, nein
doch, doch, doch
Du kannst doch nicht einfach…
hat es Macht?
Wie bitte?
woher sollen wir das denn wissen verdammt?
ANTRETEN! Meldung machen, Rekrut! Los los…
Jimmie, mach mal Meldung…
nur wenn es Macht hat
ICH GEB DIR GLEICH MAL MACHT DU KAPUZE!
Jimmie, der schreit immer soo
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
WOHER WOHER WOHER?
gnarl gna gna gna
*hustet* he ho hi
Ruuuhhhee!
Jaja, dreimal Ja heisst leck mich am …
JA WERD ICH GLEICH GANZ VERRÜCKT?
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
Mir reichts auch bald
mir auch
Was, wie wo?
Antreten!
Mir deucht, es sollt zum Morden gehn!
Ja das wär schön…
JA DAS WÄR SCHÖÖN!
Ein Lied!
Jimmie, kein Lied…
DOCH EIN LIED, DAS MOOORDEN..
…ist des Ritters Lust…
Jimmie, der Text ist doch falsch
DAS MOOO…OOOO..OORDENN!
jaja, wer jemals wollt ein Mörder sein,
der jemals trat das arrmee Schawein..
was was?
das Moooo oooo oordennn!
Jetzt aber mal Ruhe hier
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
Da kenn ich noch einen…
Oje..bitte nicht
doch doch
RRUHE!
Jetzt aber…
Nein, nein, nein
Ach Du immer mit…
deinem was?..
WER SPRICHT DA?
woher sollen wir das denn wissen, verdammt?
ACHTUNG! *salutiert*“
und weiter und immer weiter…sprachen die inneren Stimmen laut mir sich selbst. Und der Drang der Verlassenen, diesen da schnell zum Schweigen oder zur Heilung zu bringen wuchs immer weiter.
|
|
The Story of Joe – part 9 – Im Kampf |
Der Zwerg hieb mit seiner Axt auf Joes gehobenes Schwert ein. Krachend knallten die stählernen Klingen aufeinander und Funken stoben in die Luft. Wütend schreiend zog der kurze Allianzler sein Mordwerkzeug zurück und Joes Schlund entging ein tiefes Gurgeln. Die grausamen Augenhöhlen des Todesritters fixierten den Zwerg und Joes zerstörtes Hirn vernahm ein weites Sichtfeld, seine tödlichen Sinne umfassten selbst den rückwärtigen Bereich und nun begann ein Tanz. Der Tanz eines Wesens, was in sich seine unklaren Teile nahm und zusammenführte, eines Puzzles gleich. Alle Teile seines Selbst ergänzten sich, alle Verwirrung und Unsicherheit, die zuvor den Beobachter diesen Todesritter zu einem Kranken wähnten, war verschwunden.
Dieses Wesen war nun in seinem Selbst!
Mit einem kurzen abknickenden Bein sackte Joe herab, senkte seinen faulenden stinkenden Leib angestrafft nach Links, schwang das Schwert ablenkend gleichzeitig zur rechten Seite.
Der Zwerg, dessen wiederholter Schwung der eignen Axt den vormals dort gewesenen Joe nun verfehlte knirschte nur kurz mit seinen Zähnen, als schon im nächsten Augenblick, als erneutes Ausholen wär nötig gewesen, der Zwerg in sich furchtbare Krämpfe spürte. Schwach fühlte er sich unverhohlen und mit einem schnellen Schwall erbrach er seinen Mageninhalt schwappend über seinen Wams. Ein Schwindel verwirrte seinen Geist und all Bewegung schien in Zeitlupe verlangsamt.
Vor seinen Augen sah der überraschte Zwerg nun den aufgerichtet Todesritter, lächelnd, wie der dort seine Runenklinge hob und voller Selbstbefriedigung ein vulgären Ton ausstiess und zeitgleich die Klinge zwischen Schulter und Ohr den Kopf des Zwerges von dessen Leibe hieb.
Noch während die gerad noch lebend Augen des Zwerges im letzten Lebensblick sich seines Todes wurn` bewusst und sich noch wundern, dass Arm und Hand und Axt desselben dem Hirne abgetrennt nun keine Order folgen würd, umfing die ewge Dunkelheit den Toten.
Der laufend Kampf der Angreifenden gegen die Bürger Lordaerons hielt an und während Joe sich grausam schweigend wieder dort hinein begab, fiel des einen oder allenthalben sowohl Zwerg als auch Verlassener.
Der Untoten schlaue Fähigkeit, mit Giften und verdorbnen Zaubern der Lebend Angreifer entgegen sich zu stellen, half sehr dabei, den Angriff bald, zu ihren Gunsten zu beenden.
Bei jedem Hieb und jedem Schlag, bei jedem Zwerg dort droben, des Kopf, Gedärm od´ Knochenwerk, von seiner Kling zerstoben, fühlt Joe sich innerlich erblüht, ja gar erhoben.
So ist das Werk des dunklen Tod, den Todesritter treiben, bei jedem Werk, das er vollbracht, sein rottend Körper ganz erbracht zu zeitenlosem Toben. Das sei sein Ziel bis Ewigkeit, des Tötens angetrieben, nur dann und nur dann wenn es wirkt, wird Joes Zerrissnheit `trieben.
|
|
|